Die Zukunft der Volksbühne Olching ist gesichert




Nachdem es lange Zeit so aussah, dass wir uns nach einer
neuen Spielstätte umsehen müssen, hat sich jetzt doch noch alles zum Guten
gewendet.
Nun ist es amtlich:
das Cantina hat einen „Neuen Wirt“ und gemeinsam haben wir noch viel vor!
Wir (Wirt Andreas Roth und 1. Vorstand Andreas Popovits) haben uns bereits
 abgesprochen und beschlossen, den Saal und die Bühne für die nächsten     
   10 Jahre wieder salonfähig zu machen. So wird der erste Stock über die Sommermonate zur Großbaustelle. Der Saal wird komplett renoviert und auch die Bühne wird im Herbst in einem neuen Licht erstrahlen.
Wir werden dabei unseren „neuen Wirt“ so gut es geht handwerklich unterstützen und freuen
uns darauf auch die nächsten 10 Jahre ein wichtiger Bestandteil der Olchinger
Kulturlandschaft sein zu können.


Mia san`s de Volksbühne





Der Verein wurde durch Herrn Andreas Seiler 1926
als dramatischer Club „Frohsinn“ mit 15 Mitgliedern ins Leben gerufen. In der
Gaststätte Metzgerwirt Olching (heutiges Cantina) fand der dramatische Club von
Anfang an seine Heimat.
Zur Zeit des Dritten Reiches war der Club verboten.
Aber schon 1946 wurde er von Brunhilde Singer wieder aus der Taufe gehoben.
Begonnen hat man seiner Zeit am 12 Dezember 1926
unter Mitwirkung der Sanität`s Kapelle Olching mit der Duoszene Baron
Schreckenstein und sein Diener.
Seit 1948 hat man es dann so gehalten, dass man im Frühjahr
jeweils etwas Heiter- Lustiges inszenierte und im Herbst dagegen Volksstücke,
Dramen oder Schauspiele darstellte.
Beide Richtungen kamen beim Publikum gut an. 
In der heutigen Zeit wollen die Zuschauer lieber
etwas Lustiges sehen um den täglichen Alltagsstress zu entfliehen. Besonders
freut es uns, dass wir immer mehr jüngere Leute zu unseren Vorführungen locken
können, trotz enormen Freizeitangebot.
Die Schauspieler betrachten die Entwicklung nur
noch Lustspiele und Schwänke aufzuführen jedoch mit ein paar Wehmutstropfen, da
ein dramaturgisch angehauchtes Stück für den einzelnen Spieler eine größere
Herausforderung seiner Leistungsfähigkeit darstellt.
Hervorragende Spielleiter zu haben, ist für jeden
Theaterverein ein Geschenk! Waren es damals der frühere Vorsitzende Josef
Limbacher, Wolfgang Huber, Ludwig Dachser, Karl Gwodsz oder Beate Pecher, so
ist es heute Ingrid Klameth. Sie hat bereits selbst einige Theaterstücke
verfasst, ihr erstes Stück entstand 1989 und hieß „die drei Schönen vom
Berghof“.  Auch das diesjährige Jubiläumsstück
„Wenn's schee macht“ stammt aus ihrer Feder. Der Schwank hat sich bei einer
Publikumsumfrage im vergangenen Jahr gegen „Tratsch im Treppenhaus“ von Jens Exler
durchgesetzt.
„Tratsch im Treppenhaus“ wird im Frühjahr 2017
aufgeführt.
Für den Zusammenhalt sorgen die
Mitgliederversammlungen, Ausflüge, Grillfeste und die Weihnachtsfeier, wobei
der gesellige Teil nicht zu kurz kommt.
Zur Zeit hat die Volksbühne rund 60 Mitglieder.
Obwohl wir in den letzten Jahren aus den eigenen Reihen junge Mitspieler
gewinnen konnten, sind anstrebende Schauspieler, Bühnenbauer, sowie Techniker immer
herzlich willkommen.
Es wäre mühsam alle Stücke, welche seit 1948 aufgeführt
wurden, einzeln aufzuzählen. Seit dem „Brandner Kaspar“ (1948) waren es mehr
als 180 Titel. Einige ragen jedoch heraus, wie „Magdalena“ von Ludwig Thoma, „Der
Meineid-Bauer“ von Anzengruber, oder „seine Majestät der Kurgast“ mit dem  der Verein 1970 ein Preisausschreiben des
bayerischen Landesvereins für Heimatpflege im Zusammenwirken des Bayerischen
Rundfunks gewonnen und sich als besonders förderungswürdig 
qualifiziert hat.
 
Anlässlich der 700-Jahrfeier der Gründung der
Zisterzienserabtei Olching (späteres Kloster Fürstenfeld) wurde am 15. Juli
1961 zusammen mit der Kolpingsfamilie Olching das Stück „Das Sühnestift für die
schöne Brabanterin“ aufgeführt, dafür waren über 65 Akteure im Einsatz. Die
Spielleitung übernahmen Franz Sagerer (Kolping) und Josef Limbacher
(dramatischer Club).
1969 wurde aus dem dramatischen Club die Volksbühne
Olching. 1986 ging daraus die Jugendtheatergruppe „vis a vis“ hervor. Die
damalige Jugend der Volksbühne Olching hatte es sich zur Aufgabe gemacht,
moderne Stücke aus dem Boulevard zur Aufführung zu bringen. Bis 2002 ein fester
Bestandteil der Volksbühne, dann bis 2004 im Amperlust beheimatet ist sie seit
dem eine Wanderbühne mit Sketchen und Workshops.
Uns als Mitglieder und vor allem mir als erster
Vorstand ist es ein wichtiges Anliegen, 
die Tradition des Vereins weiter zu pflegen, unseren Dialekt zu bewahren
und den bayerischen Brauchtum zu erhalten. Auch wenn unsere Heimat, das
Cantina, schon in die Jahre gekommen ist, genießen wir (und auch das Publikum)
es immer wieder auf`s Neue unsere Aufführungen auf der seit 1926 bestehenden 
Bühne darzustellen. 

Wie fast überall bei den Laienspieltheatern, könnte unsere Bühne noch „junges Blut“ in Form von theaterbegeisterten Madl und Buam ab ca. 18 – 20 Jahren vertragen. Auch ältere Semester sind herzlich Willkommen.  Wer Lust und Laune hat, kann gerne einmal bei den derzeit laufenden Proben im Cantina den Spielern über die Schulter schauen oder probeweise gerne mal selbst auf die Bühne gehen. Interessierte melden sich bitte bei:
Alfred Schwarz, Tel. 08142/52605.

Herzlichst Ihre

Volksbühne Olching



Aktuelle Beiträge

Vereinsaktivitäten 2017
Liebe Theaterfreunde,
auch dieses Jahr fanden bereits mehrere Aktivitäten ausserhalb unseres Spielbetriebes statt.
Hier ein paar Bilder dazu:
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